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Vorab gehört

MakaBar - Hinlänglich bekannt

Cover zu MakaBar - Hinlänglich bekannt
Bild: Pressematerial von MakaBar.

Hinweis: "Hinlänglich bekannt" erscheint offiziell am 10.07.2026. Dieser Text basiert auf vorab zur Verfügung gestelltem Material.

Randalf pustet angestrengt in eine Trompete

Braucht die Welt noch eine Ska-Punk-Band?

Keine Ahnung.

Braucht die Welt noch eine Band mit Bläsern?

Vermutlich auch nicht.

Sondaschule gibt es. Rantanplan gibt es. 100 Kilo Herz gibt es. Irgendwo steht wahrscheinlich gerade noch eine weitere Band im Proberaum und diskutiert, ob Trompete oder Posaune besser zum Dosenbier passt.

Also braucht niemand MakaBar.

Dumm nur, dass "Hinlänglich bekannt" ziemlich gut ins Ohr geht.

Am 10.07.2026 veröffentlicht die fünfköpfige Band aus Erfurt ihr zweites Album - fünf Jahre nach "Die Platte!". Zehn Songs, knapp 35 Minuten Spielzeit und laut Eigenbeschreibung irgendwo zwischen Ironie, Weltgeschehen und Alltagswahnsinn.

Kommt hin.

Schon der Opener "Skank n Roll" macht ziemlich klar, wohin die Reise geht. Die Bläser sind sofort da, die Gitarren drücken nach vorne und ich höre relativ schnell auf darüber nachzudenken, ob das jetzt Ska, Brass-Punk, Pogo-Ska oder musikalische Verkehrserziehung heißt.

Da sind Bläser.

Da ist Punk.

Mir reicht das.

Mit "Geschichtslehrer" wird anschließend auch direkt geklärt, wo die Band politisch steht. Kein großes Rätselraten. Kein Versteckspiel. Der rechte Arm bleibt unten.

Fertig.

Was mir an MakaBar gefällt: Die Band schafft den Spagat zwischen Haltung und Feierlaune erstaunlich gut.

Das Album wirkt nie so, als wolle es mir die Welt erklären.

Es wirkt eher wie eine Gruppe Leute, die dieselbe Welt beobachtet wie ich und anschließend Songs darüber schreibt.

Mal ernst.

Mal albern.

Mal beides gleichzeitig.

"Vergangenheit", "Spätschicht" oder "Kleiner Punk" haben deutlich mehr Herz und Alltag in sich, als man bei einer Band mit Trompete und Saxophon vielleicht zunächst vermutet. Da geht es um Erinnerungen, Arbeit, Freundschaften, das Älterwerden und den üblichen Wahnsinn, der passiert, während man eigentlich nur seine Ruhe haben wollte.

Und dann kommt "Waschbär".

Ein Weihnachtslied.

Über einen Waschbären.

Ich werde das nicht erklären.

Manche Kunstwerke verlieren durch Kontext.

Der Song gehört definitiv dazu.

Spannend fand ich dagegen "Denke Quer".

Vor allem den Titel.

Da geht der Puls erstmal kurz hoch.

Man liest das und denkt sofort: Oh oh.

Dann hört man rein.

Und stellt fest: Alles gut.

Der Song erinnert mich eher an die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs. Selber denken. Dinge hinterfragen. Nicht jeden Unsinn glauben, nur weil ihn jemand mit ernster Stimme erzählt.

Eigentlich ein völlig vernünftiger Gedanke.

Schade, was später daraus geworden ist.

Überhaupt steckt in "Hinlänglich bekannt" mehr drin, als die erste Runde Bierlaune vermuten lässt.

Da gibt es Songs über Vergangenheit und Gegenwart, über gesellschaftliche Themen, über absurde Ideen und über den ganz normalen Wahnsinn des Lebens. Gleichzeitig vergisst die Band nie, dass Musik auch Spaß machen darf.

Das klingt selbstverständlich.

Ist es aber nicht.

Gerade im Punk.

Gerade in Zeiten, in denen manche Diskussionen klingen, als wäre gute Laune bereits ein Verrat an der Revolution.

MakaBar sehen das offenbar entspannter.

Und das tut dem Album gut.

"Hinlänglich bekannt" erfindet Ska-Punk nicht neu.

Muss es auch nicht.

Die Platte lebt von Energie, guten Refrains, starken Bläsern und einer sympathischen "Wird schon irgendwie gutgehen"-Mentalität.

Vor allem aber klingt sie nach fünf Leuten, die genau die Musik machen, auf die sie selbst Bock haben.

Und das hört man.

Braucht die Welt also noch eine Ska-Punk-Band?

Keine Ahnung.

Aber MakaBar dürfen bleiben.

Den Pfeffi können sie gleich mitbringen.

Das Ganze passiert in Zusammenarbeit mit Pauli Punker Records.

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