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Review

ACCORDING TO JACK - Plugged

Offizielles EP-Cover zu According To Jack - Plugged
Bild: offizielles EP-Cover, von According To Jack für RandaleFUNK bereitgestellt.

Bei RandaleFUNK läuft offenbar gerade eine kleine italienische Invasion.

Kaum habe ich eine Skatepunk-Band aus der Gegend um Padova entdeckt, landet schon die nächste Mail von dort im Postfach.

Ich könnte dem Algorithmus die Schuld geben. According To Jack hatten jedoch die Frechheit, persönlich zu schreiben.

Italien habe ich musikalisch lange ziemlich erfolgreich umgangen. Angeblich wegen der Sprachbarriere. Bei einer Band, die auf Englisch singt, hält diese Ausrede keine paar Sekunden.

Vielleicht war ich schlicht zu faul, über die Alpen zu hören.

„Plugged“ ist die zweite EP von According To Jack und die erste mit vollständiger Band. Giacomo Rampazzo startete das Projekt 2022 allein und akustisch. Drei Stücke der ersten EP „Reason To Exist“ wurden nun live im Studio von Angelica Gheller mit Gitarren, Bass und Schlagzeug neu aufgenommen. Dazu kommt „Bad Moon Rising“ von Creedence Clearwater Revival.

Mit dem akustischen Material stand Jack 2024 beim Bay Fest bereits im Vorprogramm von Descendents und Neck Deep. Ein Jahr später kündigte „The Ballad of the Monkey Man“ den Wechsel zur Bandbesetzung an. „Plugged“ zieht diesen Schritt jetzt vollständig durch.

Der Titel „Plugged“ beschreibt diesen Schritt ziemlich treffend.

Beim Opener „Reason To Exist“ springt mein Kopf sofort zu MxPx, Green Day in den Neunzigern und vielleicht noch ein wenig Nerf Herder. Über die genaue Sortierung dürfen sich Menschen streiten, die ihre Platten nach Untergenres abheften.

Ich drehe lieber die Anlage auf.

Spätestens bei „Bad Moon Rising“ ist die Nachbarschaft ebenfalls Teil der Review. Mit zweimal 450 Watt reichen meine Boxen notfalls bis auf die andere Straßenseite.

Ab jetzt hören dort also auch alle Punkrock.

Ob sie wollen oder nicht.

Das stärkste Stück haben According To Jack für den Schluss aufgehoben. „Carry The Burden“ wechselt zwischen Tempo und Ruhe, zieht wieder an und bringt eine Sentimentalität mit, die nicht sofort nach Gruppenkuscheln verlangt.

Gerade hier hört man am deutlichsten, dass aus den alten Akustikstücken nicht einfach nur lautere Versionen geworden sind.

„Plugged“ blickt zurück, ohne dort stehenzubleiben. Die elektrische Fassung macht ziemlich verständlich, warum aus dem früheren Soloprojekt inzwischen eine Band geworden ist.

Vier Stücke später ist Schluss. Meine italienische Bildungslücke ist wenigstens etwas kleiner.

Hang loose, Jack.

Die selbstproduzierte EP „Plugged“ ist am 21. August 2026 erschienen und digital sowie auf CD erhältlich.

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